Birne? Nie wieder!

Wer will schon eine Birne sein? Pharao klingt doch viel besser!

Oben schmal, unten rund: Eine solche Figur, wie ich sie habe, wird als Birne bezeichnet. Das ist mir eigentlich gar nicht recht. Denn ich mag Birnen nicht, sie haben mir noch nie geschmeckt. Apfel-Figuren haben es da viel besser. Äpfel sind lecker und haben in der Menschheitsgeschichte eine wichtige Rolle gespielt. Eva hat schließlich einen Apfel vom Baum der Erkenntnis gepflückt, keine Birne. Wir Birnen werden seit dem Beginn der Schöpfung diskriminiert. Jawohl!

Wie Ihr wisst, war ich in Ägypten zu einer Lesereise. Im Ägyptischen Museum in Kairo dachte ich beim Anblick der Statuen und Reliefs von Pharao Echnaton wieder an meine Birnenfigur. Denn Echnaton ließ sich mit schmaler Taille, breiten Hüften und Oberschenkeln abbilden. Die Forschung rätselt bis heute, warum. Litt er an einer Krankheit, die ihn diese für einen Mann untypische Figur haben ließ? Oder wollte er, nachdem er die Vielgötterei abgeschafft und nur noch einen Gott, die Sonnenscheibe Aton, anbetete, als göttlicher Pharao in seiner Gestalt Männliches und Weibliches ebenfalls als Einheit darstellen? Wir wissen es nicht.

Ich habe beim Anblick von Echnaton auf jeden Fall beschlossen: Schluss mit der grässlichen Birne! Wenn mich in Zukunft jemand fragt, was für eine Figur ich habe, werde ich antworten: "Pharaonisch!"

Eure Barbara, die Ex-Birne

Photos: Barbara

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