Cellulite und Dehnungsstreifen? Na und ?!

Ihr Lieben, heute geht es mal um ein Thema, das wir alle hassen:

Dehnungsstreifen & Cellulite.

Eine Frau zu sein, hat viele Vorteile, aber auch zwei Nachteile: Dehnungsstreifen und Orangenhaut!
 Männer haben so gut wie nie Cellulite und Streifen nur bei extremem Übergewicht. Denn beide Phänomene haben die gleiche Ursache: das schwache weibliche Bindegewebe. Das benötigen wir, weil sich in der Schwangerschaft der Bauch stark ausdehnen muss. Wäre unser Bindegewebe so fest wie das von Männern, würden wir eine Schwangerschaft wahrscheinlich nur mit schwersten Verletzungen überleben, wenn überhaupt. Die Natur hat es also ganz vernünftig eingerichtet. 

Dehnungsstreifen

Wissenschaftlich betrachtet sind Dehnungsstreifen Risse in der Unterhaut. Sie entstehen durch starke Dehnung zum Beispiel durch eine rasche Gewichtszunahme. Die eigentlich elastische Haut kann sich dann nicht schnell genug ausdehnen. Die Risse entstehen bei den meisten (auch gertenschlanken) Mädchen allerdings in der Pubertät, wenn der Busen wächst und sich die Hüften runden.
Auch Plus-Size-Models haben Cellulite und stehen dazu! Sie verstecken ihre „Makel“ nicht und verzichten bewusst auf Photoshop …

Auf dem Markt werden Cremes und Massageöle angeboten, die angeblich helfen sollen. Schönheitskliniken werben mit einer Lasermethode. Aber ganz ehrlich: Wenn das Bindegewebe gerissen ist, ist es gerissen. Aus die Maus! Um das zu vermeiden, würde nur helfen, ab dem zehnten Lebensjahr nichts mehr zu essen und Anti-Wachstumshormone zu nehmen, um eine Figur wie eine bulgarische Kunstturnerin zu bekommen, ohne Busen, ohne Hüften, ohne Po. Ist das wünschenswert? Wohl kaum. Dann lieber mit den Streifen leben und die Haut ausreichend pflegen.

Ashley Graham © Instagram

Hier sind einige Lotions, die bei Cellulite (eigentlich geht’s hier ja gerade um Dehnungsstreifen und nicht um Cellulite, einmal die Bilder checken, gegen was diese Lotionen jetzt sind) empfohlen werden – ob sie nun tatsächlich wirken oder nicht, muss jeder selbst beurteilen.
 Sie pflegen die Haut und eine Bürstenmassage durchblutet die Haut und gibt ihr – wie ich finde – Festigkeit. Eine gepflegte Haut gibt uns ein gutes Gefühl – auch wenn wir die Haut, die wir als Teenager hatten, nie mehr zurückbekommen werden.

Orangenhaut

Nun zum Thema Orangenhaut, eine weitere Plage für uns Mädels: Sie entsteht durch eine Veränderung der Zellen im subkutanen Fettgewebe.  Als eine der Hauptursachen dafür gilt Übergewicht. Aber auch sehr schlanke Frauen haben diese Dellen. Und das liegt wiederum am Bindegewebe: Wer im genetischen Jackpot ein festeres Gewebe gewonnen hat, bekommt bei Übergewicht wenig bis gar keine Cellulite, wer ein schwaches Bindegewebe geerbt hat, hat auch mit einer Size-Zero-Figur Dellen an den Oberschenkeln. Top -Model Ashley Graham, Body-Aktivistin und Gallionsfigur der „body diversity“-Bewegung, zeigt mit Freuden ihre Kurven und steht zu ihren kleinen Makeln. Ich bin überzeugt, dass ihr unglaublicher Erfolg genau mit dieser Ehrlichkeit zu tun hat. Hier zeigt sie auf Instagram ein mit Photoshop behandeltes Foto und die ungeschminkte Wahrheit.

Ashley Graham © Instagram

Auch gegen Orangenhaut werden jede Menge Cremes angeboten, deren Nutzlosigkeit Stiftung Warentest regelmäßig feststellt. Rabiatere Methoden wie Unterdruck durch Saugnäpfe oder Fettabsaugen wirken zwar im ersten Moment, aber da die Veranlagung bleibt, kommt die Orangenhaut wieder. 90 Prozent aller Frauen bekommen im Laufe ihres Lebens Dellen an Po und Oberschenkeln, fast jede Frau hat Dehnungsstreifen.

Sie sind nicht gesundheitsgefährdend sondern ein rein optisches Problem. Und das auch nur, weil uns von morgens bis abends suggeriert wird, es wäre ein Problem. Wir werden unter Druck gesetzt, weil Supermodels und Hollywoodstars dank Photoshop makellos erscheinen. Natürlich wünschen wir uns eine Pfirsichhaut am ganzen Körper, glatt und straff wie ein Babypopo.

Aber lasst Euch deshalb nicht verrückt machen und genießt Euer Leben auch mit Dellen und Streifen! 

Magazine feiern die geschönte Wahrheit, warum Zeitschriften das immer noch machen, ist mir ein Rätsel. Frauenzeitschriften verlieren immer mehr Leserinnen, weil sie nach wie vor an dem klassisch perfekten Schönheitsideal festhalten … sie müssen dringend umdenken … aber das ist geht hier zu weit.

Schöne dellenfreie Welt – ich persönlich liebe Ashley für jede Delle, zu der sie öffentlich steht!

Alle Fotos: Instagram Accout Ashley Graham

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